Lamm über Altar
Christuskirche
Burgkunstadt
Layoutgrafik
Aktuelles aus der Evang.-Luth. Kirchengemeinde
Druckansicht | 
   | Übersicht  
 

6 Gäste
0 Benutzer
--
 
 
 
  TonART-Konzert  
     
 

20.12.2009:
– eine musikalische Kostbarkeit in der Christuskirche



Am 4. Adventssonntag gastierte das Vokalensemble “TonART” aus Kulmbach in der Christuskirche. Unter der Leitung von Dekanatskantor Ingo Hahn präsentierte das Ensemble anspruchsvolle Chormusik aus vier Jahrhunderten. Um es gleich vorweg zu sagen: Wer ein übliches “Weihnachts-Event” erwartete, kam nicht auf seine Kosten. Wer hingegen die hochmusikalische Umsetzung der Geburt Jesu auf ernsthafte Weise erfahren wollte, war hier genau richtig. Endlich ein Adventskonzert, in dem der Stille und Innigkeit eine realistische Chance geboten wurde. Pfarrer Heinz Geyer begrüßte die zahlreichen Zuhörer und erläuterte vorweg den musikalisch-theologischen Spannungsbogen von der Zeit der Ankunft, dem Weg der Maria hin zum Jubelruf über Christi Geburt. Gleichermaßen verstand es Ingo Hahn ein Programm einzustudieren, das diesem logischen Weg gerecht wurde. Beginnend mit der 6-stimmigen Motette “Machet die Tore weit” von Hans Schmidt-Mannheim, dem ehemaligen Direktor der Hochschule für Kirchenmusik in Bayreuth, konnte TonART seine stimmlichen Fähigkeiten beweisen. Klare, schlanke Sopranstimmen, unaufdringliche Altistinnen und helle Tenorstimmen durften sich auf ein solides Fundament aus der Ecke des rabenschwarzen Basses stützen. Erstaunlich, die Leichtigkeit, mit der die 10 Sänger/innen schwierigste tonale und rhythmische Hürden bewältigten. Das mag vielleicht etwas nach Kampf oder sportlicher Herausforderung klingen – mitnichten: Die Melodik und Harmonik des späten 20. Jahrhunderts führte die Zuhörer in völlig neue Dimensionen.

Eines der herausragenden Stücke des Abends war das “Advents-Kyrie” von Günter Raphael. Die Männerstimmen intonierten im pianissimo den Kyrie-Ruf in gregorianischer Weise - die Frauen setzten die Melodie “Maria durch ein Dornwald ging” dagegen. Dies war einer der ganz starken Momente des Abends, in dem die Ernsthaftigkeit des bevorstehenden Festes hervortrat.

Mit Johannes Brahms und seinem Chorsatz “Es flog ein Täublein weiße” schaltete der Chor um auf romantischen Chorklang. Mit sparsamen Gesten, akkuraten Einsätzen und einer faszinierenden Mimik formte Hahn ein rundes und entspanntes Klangbild. Gottfried Homilius war ein wichtiger Vertreter der geistlichen Chormusik in der Zeit der Frühklassik. “Sehet, welch ein Liebe,” oder sehet, wie sich die Musik in der Post-Ära des Barock verändert hat. Galt die Polyphonie im Barock als das Maß aller Dinge, entdeckten die Komponisten den homophonen Chor-”Sound” als gestalterisches Mittel. Gerade hier zeigte sich die Wendigkeit und Geschlossenheit von TonART.

Zwischen den Chorstücken spielte Elke Höhn an der Querflöte mit Ingo Hahn als verlässlichen Partner an der Schmid-Orgel barocke Kostbarkeiten von Friedrich dem Großen, Manfredini und Händel. Ihr weiches Spiel wurde wunderbar von Ingo Hahn getragen, der der Orgel interessante Registrierungen entlockte.

Des weiteren trug das Ensemble Werke von Göttsche, Thiel, Avesson und Becker vor.

Gerne wünschten sich die Besucher des Adventskonzertes ein Wiedersehen mit dem Vokalensemble. Nicht nur des schönen Klanges wegen, vielmehr wegen der musikalischen Tiefe und Reife des Programms. Ein großes Kompliment an große Komponisten, fähige Sänger/innen und einem detailverliebten Chorleiter.

-Thomas Meyer-


 
Meldungen
Samstag, 24. Februar 2018
Ökumen. Familienwanderung

'Wasser des Lebens' Treffpunkt: 13:00 Christuskirche. Infos und Anmeldung bei Annette Boxdörfer 0957...

[mehr]
Archiv...


Seite Senden Seite Senden
Lesezeichen Setzen Lesezeichen Setzen
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Burgkunstadt  KONTAKTE  | Impressum  | Rechtliches  - Letzte Aktualisierung: 03.01.2010