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  Frühjahrskonzert 2011  
     
 





22.05.2011:
KANTATE



Ganz im Zeichen des Sonntags „Kantate“ stand das Frühlingskonzert der Chöre und Solisten der Kirchengemeinde in der Christuskirche. Gerade an diesem traditionellen Tag der Kirchenmusik bewiesen die Musiker und Sänger, dass das musikalische Lob Gottes äußerst facetten- und abwechslungsreich ist. Das musikalische Repertoire reichte demnach vom Barock bis zur Neuzeit, und die instrumentale Bandbreite umschloss von der Tuba bis zur Trommel alle möglichen Ausdrucksformen. Folglich stellte auch Pfarrer Heinz Geyer am Ende des eindrucksvollen Konzertes fest, dass die Zuhörer eine einmalige Vielfalt des Lob Gottes vernommen hätten, als er das Konzert treffend mit dem Bibelwort „Es ist ein köstlich Ding, dem Herrn zu danken“ zusammenfasste. Dass diese „Köstlichkeiten“ am Sonntag sowohl Exotisches als auch Virtuoses und Festliches umfassten, machte den besonderen Reiz dieses Konzertes aus, das alle Beteiligten zu einem bunten Strauß der Kirchenmusik geschnürt hatten.

Wenngleich modernes Lied und zeitgenössische Arrangements den Schwerpunkt des Konzertes lieferten, setzte der Posaunenchor unter der Leitung von Thomas Meyer mit der barocken „Sonata“ von Johann Pepusch einen eher klassischen Auftakt. Aber aufgrund der festlichen und äußerst dynamischen Form der Präsentation der Blechbläser lieferte auch dieses Stück seinen Beitrag zu der spürbaren Lebendigkeit des gesamten Konzertabends. Ähnlich verhielt es sich mit der wenig später folgenden „Renaissance-Suite“ durch den Flötenchor. Unter der Leitung von Susi Schliefer schafften es die Holzbläser in mehrstimmigen Arrangements ein geradezu orchestrales Klangbild hervorzuzaubern, das allein aufgrund seiner quantitativen Zusammensetzung noch immer seines Gleichen sucht. Dass der Chor dabei aber auch viel Wert auf großes Ausdrucksvermögen und musikalische Variabilität legt, bewies er sowohl bei den beiden „Allemand“-Sätzen als auch bei der „Galliard“ und dem anschließenden „Vater unser“ von Karl August Krebs, die allesamt rhythmisch versiert und klanglich äußerst homogen präsentiert wurden.

Zuvor hatte der Chor „QuerBet“ unter der Leitung von Dr. Frieder Flierl mit den beiden Liedern „Ich bin der Herr dein Gott“ von Hella Heinzmann und „Frei wie ein Vogel im Wind“ den Bogen zur zeitgenössischen Kirchenmusik gespannt, dem von nun an der Hauptteil des Programms zuteilwurde. Unter der Begleitung von Thomas Meyer am Klavier entwickelten sich beide Lieder zu einer romantisch-verträumten Liebeserklärung gegenüber der Liebe Gottes, wenn beispielsweise Verszeilen wie „Ich bin wie ich bin – geliebt“ mit viel Einfühlungsvermögen unter das Publikum getragen wurden.




Katharina Flierl

Diese romantische Facette trieb wenig später Katharina Flierl noch eindrucksvoll auf die Spitze. Bisher vor allem im Kreis der Jugendband in Erscheinung getreten, offenbarte sie am Sonntag erstmals als Solosängerin ihre stimmlichen Qualitäten und zeigte anhand der balladenartigen Songs „On eagles’ wings“ und „Save within your arms“ ihrer Gemeinde, über welch „gesangliches Juwel“ sie da verfügt. Die Musikschülerin glänzte mit der einprägsamen Klangfarbe ihrer Stimme und ihrer geradezu spielerisch wirkenden Sicherheit in allen Tonlagen, und vermochte es dabei auch noch mit viel Einfühlungsvermögen die ganze Romantik der beiden Lieder in das Gotteshaus zu zaubern. Dass sie dabei die Zuhörer geradezu „verzauberte“, belegte nicht nur der spontan aufbrausende Applaus des sichtlich beeindruckten Publikums.

Ähnlich verträumt und ausdrucksstark präsentierte der Posaunenchor das einprägsame „Friends for life“ von Dizzy Stratford, das eben auch belegte, dass sich die Blechbläser-Literatur in den letzten Jahren stetig weiterentwickelt hat und zeitgenössische Arrangements nicht nur den Geist der Zeit widerspiegeln, sondern bei entsprechender Darbietung in der Tat bewegen können. Der Posaunenchor schaffte dies vor allem aufgrund der spürbaren Dynamik seines überaus exakten und ausdrucksstarken Spiels.

„Herzlich willkommen in Tansania“ hieß es im direkten Anschluss, als „QuerBet“ quasi im Stile der Performance-Kunst seinen zweiten großen Auftritt hatte. Dazu „schlüpften“ die Sängerinnen und Sänger in die landestypische Kleidung Tansanias, und ausgestattet mit Trommeln präsentierten sie voller Fröhlichkeit die beiden Lieder „Tunaimba nuruni mwake Yesu“ und „Neno lake mungulakuita wewe“. Dass die Zuhörer im Hinblick auf diese Liedtitel zwangsläufig Verständnisprobleme bei den Inhalten der Lieder hatten, war zwar logisch, aber zugleich unbedeutend. Denn die Freude des Chores an dem Gesang spiegelte genau die von den Textzeilen ausgedrückte Fröhlichkeit in der Verkündung des Wortes Gottes wider und traf damit den afrikanischen Originalton.

Einen komplett anderen musikal-historischen Hintergrund hatte die direkt im Anschluss folgende „Ungarische Rhapsodie Nr. 385“ von Wilhelm Popp. Immerhin war der Komponist Mitte des 19. Jahrhunderts Hofpianist und Flötist am „Herzoglich-Sächsischen Hoftheater zu Coburg- Gotha“. Sein teils feuriges Instrumentalwerk wusste Susi Schliefer an der Querflöte und in Begleitung von Thomas Meyer an der Orgel aufs Vortrefflichste zu interpretieren, wechselten sich doch behutsam vorgetragene mit ungemein schnellen Passagen immer wieder ab, die in dem gewohnt ausdrucksstarken und technisch äußerst ausgefeilten Spiel an der Querflöte ihren gemeinsamen Nenner hatten. Diese Lebendigkeit in Verbindung mit der Präsentation verschiedener Stilrichtungen fand seine heitere Fortsetzung, als erneut der Flötenchor Richard Roblees „Blues für Jungbläser“ präsentierte. Wiederum verblüffte der Chor dadurch, dass er es vermochte, trotz seiner eher „blues-untypischen“ instrumentalen Besetzung den musikalischen Brückenschlag nach Memphis und somit zur Wiege des Blues zu schlagen.

Ungemein einfühlsam gestaltete sich der Abschluss des Konzertabends, bei dem der Posaunenchor einmal mehr seine musikalische Bandbreite unter Beweis stellte. Die „Suite Nr. 3“ von Traugott Fünfgeld offenbarte mit den Sätzen „Introduktion“, „Choral“ und „Finale“ verschiedenste Wechsel in Rhythmus, Dynamik und Tempo, die der Chor allesamt mit Bravour meisterte. Das sichtlich beeindruckte Publikum dankte es dem Chor sowie allen anderen Beteiligten mit einem lang anhaltenden Applaus.





 
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