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  Benefizkonzert für die Flüchtlingsarbeit  
     
  30.04.2017:
"We are..."



Annette Boxdörfer (hinten links) war nicht nur Initiatorin und Organisatorin des Benefizkonzerts, sondern griff bei den Darbietungen ihrer Gitarrengruppe auch selbst in die Saiten.

Es war ein Konzertabend, der neben abwechslungsreicher Musik und spannenden Begegnungen auch jede Menge Botschaften zu bieten hatte: Die eindringlichste folgte am Ende des Benefizkonzerts für die Flüchtlingsarbeit: Da erhoben sich die Besucher der gut gefüllten Christuskirche und stimmten mit dem Lied „Wir bringen Frieden für alle!“ gleichsam das Leitmotiv eines denkwürdigen Konzerterlebnisses an, bei dem Vielfalt ganz bewusst Trumpf war.

Afghanistan, Syrien, Iran, Irak, Uganda, Äthiopien, Eritrea und viele andere mehr – wohl noch nie in ihrer über 82jährigen Geschichte hatte die Christuskirche derart viele Nationen unter ihrem Dach versammelt wie an diesem Sonntagnachmittag. Zusammen mit Mitgliedern und Gästen der Kirchengemeinde waren sie gekommen, um dem Benefizkonzert für die Flüchtlingsarbeit beizuwohnen. Doch dass die Flüchtlinge eben nicht länger Gäste sondern vor allem Mitbürger sind, verdeutlichte Pfarrer Heinz Geyer in seiner Begrüßung: „Unsere Welt in Burgkunstadt hat sich in den letzten Monaten verändert und wir wollen heute musikalisch die damit verbundene Vielfalt feiern, Chancen zur Begegnung nutzen, und unsere neuen Mitbürger unterstützen“, so der Pfarrer, der sich zugleich bei Annette Boxdörfer, der Jugendreferentin der Gemeinde, bedankte. Dank ihrer Initiative wurde das Benefizkonzert in der Christuskirche veranstaltet.

„Begeistern und stärken, einander begegnen, gemeinsam handeln, die Welt verwandeln, engagiert um Himmels Willen, engagiert für diese Welt“ – mit dem ersten Liedbeitrag des Abends lieferte der gut aufgelegte Chor „QuerBet“ der Kirchengemeinde unter der Leitung von Dr. Friedrich Flierl gleich die erste kraftvolle Botschaft des Abends. Wenig später folgte die nächste – diesmal aber nicht nur in musikalischer Hinsicht, sondern vor allem durch die Interpreten selbst. Denn sowohl Lena und Sofie Fiedler an der Flöte als auch Julian Fischer und seine gerade einmal fünfjährige Schwester Madlen am Klavier machten deutlich, dass der Einsatz für die von Krieg, Hunger und Terror Vertriebenen nicht nur eine Sache der Erwachsenen ist, sondern dass sich auch Kinder für sie einsetzen. Dieser Eindruck wurde im direkten Anschluss von den Jugendlichen der Gitarrengruppe der Gemeinde unter der Leitung von Annette Boxdörfer noch verstärkt. Beim stimmungsvollen „We are the light of the world“ erhoben sich die Konzertbesucher zum ersten Mal an diesem Abend von den Sitzbänken der Christuskirche, um die hoffnungsvolle Botschaft des friedlichen Miteinanders klatschend zu bekräftigen.

Mit der Küpser Kirchenband „Burning Hearts“ und der Lichtenfelser Formation „Just Praise“ lieferten zwei „Gemeinde-externe“ Formationen ein beeindruckendes „Auswärtsspiel“ ab. Während die „Burning Hearts“ mit kraftvollen Refrains zu „Shackles“ oder „Jesus is the rock“ punkteten, gefiel „Just Praise“ vor allem mit seinen balladenartigen Arrangements, bei denen die stimmlichen Qualitäten der sechs Sängerinnen besonders gut zum Tragen kamen und die für den ein oder anderen Gänsehautmoment sorgten.

Einen gut gesetzten Kontrastpunkt zu den bis dahin eher schwungvollen Beiträgen lieferte Gitarren-Virtuose Thomas Schaller mit seinen Instrumentalstücken „Friedenslied“ und „Sonnentanz“, die mit viel Fingerspitzengefühl zum Innehalten einluden. Diese wohltuende, kontemplative Reise griff Dejen Tsegay mit seiner Kirar, einem gitarrenähnlichen Instrument, auf, indem er die Konzertbesucher mit gefühlvollen Spiel und Gesang in seine Heimat Eritrea entführte. Und es passte in das stimmige Gesamtkonzept des Abends, dass „QuerBet“ die Reise durch Afrika mit zwei Liedern aus Südafrika und Tansania fortsetzte, ehe erneut Julian Fischer seine vor allem für sein junges Alter bemerkenswerten musikalischen Fähigkeiten am Klavier mit einer Eigenkomposition unter Beweis stellte.

„Es lohnt sich, in der Flüchtlingsarbeit weiterzumachen - auch weil Gott will, dass wir zusammenhalten“, fasste Angelika Geyer als Ehrenamtskoordinatorin in der Flüchtlingsarbeit des Diakonischen Werkes im Dekanat Michelau die Wirkung des Konzertes passend zusammen. Dass die Konzertbesucher dies genauso so sahen, untermauerten sie nicht nur durch ihren Besuch. Immerhin wurden am Ende des Benefizkonzertes auch insgesamt 750 Euro von den Besuchern gespendet. Und den exakt selben Betrag für die Flüchtlingsarbeit vor Ort stellte auch die Koinor-Stiftung, vertreten durch Stiftungsvorstand Karl-Heinz Zubrod, in Aussicht.




Auf eine Reise nach Eritrea entführte Dejen Tsegay die Konzertbesucher mit seiner Kirar, einem gitarrenähnlichen und selbst gebauten Instrument, das zugleich als Eritreas Nationalinstrument gilt.


Das Schicksal der von Krieg und Hunger Vertriebenen geht uns alle an – auch uns Kinder. So durfte man den bemerkenswerten Auftritt von Julian Fischer am Klavier im Rahmen des Benefizkonzertes zu Gunsten der Flüchtlingsarbeit verstehen.


Thomas Schaller lieferte den musikalisch wohl anspruchsvollsten Beitrag des Konzertabends, indem er die Besucher mit seinen Eigenkompositionen „Friedenslied“ und „Sonnentanz“ zum Nachdenken und Innehalten anregte.


 
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