Jubiläumskonzert des Flötenchores am 21. Juni

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Bildrechte Christuskirche Burgkunstadt
Ein erster Akkord füllt die Kirche – und dies nicht, wie sonst in einer Kirche üblich, mit Trompeten oder der Orgel, sondern mit dem warmen, vielschichtigen Klang von Holzflöten. Seit 50 Jahren ist dies gelebte Kirchenmusik in der Christuskirche. Verantwortlich hierfür: der Flötenchores der Evangelischen Kirchengemeinde. Unter der Leitung von Susi Schliefer wird der Chor am Sonntag, 21. Juni 2026, um 17 Uhr ein Jubiläumskonzert in der Christuskirche veranstalten, um dieses außergewöhnliche Ereignis gebührend zu feiern. Dabei wird es neben Musik aus unterschiedlichen Epochen auch Gelegenheit geben, einen Einblick in ein halbes Jahrhundert Kirchenmusik in Burgkunstadt zu gewinnen. Immerhin erwuchs in dieser Zeit aus einer kleinen Flötengruppe ein Klangkörper, der die Gemeinde und eine ganze Region mit vielfältiger Konzert- und Gottesdienstpraxis bereichert hat.
Schon der Weg des Chores ist bemerkenswert: Gegründet 1976 von Pfarrer Rudolf Ranzenberger, begann alles im kleinen Kreis. Als der Geistliche nämlich im selben Jahr die Pfarrstelle in Burgkunstadt übernahm, brachte er auch seine große Liebe zur Kirchenmusik mit in die Schuhstadt. Zusammen mit seiner Ehefrau Erika gründete er erst im kleinen Kreis eine Flötengruppe, die aber schnell am kirchenmusikalischen Leben teilnahm. Wenig später vermerkte der Kirchenvorstand in einer seiner Sitzungen die offizielle Gründung eines Flötenchores und die damit verbundene Anschaffung von zwei Tenor- und zwei Altflöten. Von diesem Zeitpunkt an entwickelte sich der Flötenchor mehr und mehr zu einer tragenden Säule der Kirchenmusik. Die Ausbildung der musikalischen Nachwuchskräfte übernahm Pfarrer Ranzenberger größtenteils selbst, wurde dabei aber auch von aktiven Mitgliedern des Chores unterstützt. Um den verschiedenen Leistungsniveaus der Musikerinnen und Musiker gerecht zu werden, gab es damals zwischenzeitlich sogar einen „Flötenchor I“, einen „Flötenchor II“ und einen „Flötenkreis“. Als Ranzenberger 1993 die Pfarrstelle in Burgkunstadt verließ, war die Kirchenmusik in der Christuskirche ohne die Holzblasinstrumente nicht mehr vorstellbar.
Heute steht der Chor unter der Leitung von Susi Schliefer, der dritten Chorleiterin in der Geschichte des Ensembles. Sie prägt den Klang dieses Chores seit 29 Jahren und blickt voller Vorfreude auf das eigene Jubiläumskonzert: „Es ist toll, dass neben den 20 aktuellen Mitgliedern des Chores am Wochenende fast noch einmal so viele ehemalige Flötenspielerinnen und Flötenspieler zu ihrem Chor zurückkehren, um gemeinsam das Konzert zum 50. Geburtstag zu bestreiten.“ Insgesamt werden am Sonntag somit also rund 40 Musikerinnen und Musiker die lange Kontinuität und Verbundenheit zu ihrer Christuskirche hörbar machen. 
Der Klang des Chores spannt seit jeher einen weiten musikalischen Bogen: Von der barocken Herkunft der Blockflöte bis zu aktuellen Werken — seit Jahrzehnten gelingt dem Ensemble der Spagat zwischen historischer Musiziertradition und zeitgenössischen Einflüssen. Wegweisend dafür waren alle drei Leiter: Gründer Rudolf Ranzenberger legte bis 1993 die Basis, Ulrich May trug die Entwicklung über vier Jahre lang in die Moderne, und Susi Schliefer führte den Chor ab 1997 weiter zu feinerer Klangkultur und anspruchsvoller Konzertpraxis. 
Das Jubiläumskonzert verspricht nicht nur musikalische Qualität, sondern auch Erinnerungen und Begegnungen: Ehemalige Weggefährten kehren zurück, es gibt Anekdoten und Bilder aus fünf Jahrzehnten Chorleben, und das Programm selbst wird eine Zeitreise durch Repertoire und Stil zeigen. Dabei sind nicht nur barocke Juwelen zu erwarten — das Programm reicht traditionell von Bach und Mozart bis hin zu zeitgenössischen Kompositionen, die den Klang der Flöten in neuen Farben erscheinen lassen.
Besondere Merkmale des Chores sind bis heute sein Nachwuchsbezug und die kontinuierliche Ausbildung: Das Einstiegsalter liegt noch immer im Grundschulalter, und die Chorarbeit erfordert Geduld und pädagogisches Fingerspitzengefühl, damit junge Spielerinnen und Spieler das für das Ensemble erforderliche Niveau erreichen. Diese langjährige Investition in musikalische Bildung hat über die Jahrzehnte einen stabilen Klangkörper hervorgebracht, der auch auf Konzertreisen ins Ausland — etwa nach Frankreich oder Finnland — die Zuhörenden beeindruckte.
Am Sonntag, 21. Juni, darf das Publikum sich also auf ein Konzert freuen, das Geschichte hörbar macht. Eine kleine Bildpräsentation während des Abends wird zusätzlich Eindrücke aus fünf Jahrzehnten zeigen und die persönlichen Verbindungen unterstreichen, die den Chor bis heute tragen.
Der Eintritt zu dem Konzert ist frei.
-mts-

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