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  Posaunenchor and Friends  
     
  26.10.2014:
Danke! - für ein außergewöhnliches Konzerterlebnis




Am vergangenen Sonntag feierte die Evangelische Kirchengemeinde zum 79. Mal das Kirchweihfest ihrer Christuskirche, doch ein solch begeistertes Konzertpublikum hat das Gotteshaus selten beherbergt: Der Posaunenchor der Gemeinde gestaltete mit der Unterstützung dreier „Freunde“ ein Konzerterlebnis, das Pfarrer Geyer zu recht als einen „ganz besonderen Moment der Kirchenmusik in der Christuskirche“ bezeichnete.

Lautstarker Zwischenapplaus, zweimal stehende Ovationen am Ende des Programms und dutzendweise persönliche Gratulationswünsche an die Musiker nach dem Konzert – die Reaktionen der Konzertbesucher konnten nicht lügen: Was der Posaunenchor da am Sonntagabend abgeliefert hatte, zählte sicherlich zu den Höhepunkten seines fast 60jährigen Bestehens.

Hauptverantwortlich für diesen großen musikalischen Erfolg war derjenige, der diesen Chor seit mittlerweile 22 Jahren leitet und dessen Handschrift bei diesem Konzert nicht zu „überhören“ war: Thomas Meyer wurde von Pfarrer Geyer und der Gemeinde besonders lautstark gefeiert. Immerhin war das Kirchweihkonzert auch Ausdruck seiner modernen, frischen Interpretation der Kirchenmusik. So erklangen neben Choralarrangements zu „Lobe den Herren“ eben auch Swing-Melodien, Musical-Auszüge oder mitreißende Arrangements aus dem Hollywood-Blockbuster „Fluch der Karibik“. Doch damit nicht genug: Unter dem Motto „Posaunenchor & Friends“ waren drei Ausnahmemusiker der Einladung des Posaunenchores zum Kirchweihfest gefolgt, um das Klangbild der Blechbläser zusätzlich zu bereichern und auch um eigene musikalische Akzente zu setzen.

Dass im Vorfeld des Konzerts nicht nur Wochen sondern Monate des intensiven Probens gestanden hatten, war nicht nur dem Stil-Mix des Programms geschuldet, sondern vor allem den anspruchsvollen Arrangements, die den Stücken zugrunde lagen. Der Auftakt fiel mit „Wilhelm Tell“ von Giacomo Rossini noch eher klassisch aus. Das Zusammenspiel mit Uli Böhm am Elektro-Bass und Vladimir Sigarev am Schlagzeug sorgte aber bereits hier für ein besonders intensives Klangerlebnis, das durch die „Prozession der Edlen“ von Nikolai Rimsky-Korsakow noch ‚getoppt’ wurde.

„Sind Sie bereit für ein wenig Swing?“ Die Anfrage von Marcel Wagner verunsicherte das Publikum zunächst ein wenig, aber kurz darauf hatte der Sänger und Gitarrist zusammen mit Uli Böhm, Vladimir Sigarev und Thomas Meyer am Klavier das Publikum bei „Joshua fit the battle of Jericho“ zum Mitsingen animiert. Vor allem Marcel Wagner untermauerte bei dieser Einlage wie auch später beim dreistimmigen „Amazing Grace“ neben seinen gesanglichen auch seine Entertainer-Qualitäten. Ein Höhepunkt war „Go down Moses“ in einer Bearbeitung von Thomas Meyer, das die vier Solisten zunächst alleine anstimmten und das vom Posaunenchor zu einem fulminanten Ende getragen wurde. Raum für ruhige und besinnliche Momente lieferte das Profi-Quartett später mit „My sweet Lord“ aus der Feder von George Harrison. In die gleiche Richtung zielte der Posaunenchor mit „Friends for Life“ von Dizzy Stratford, bei dem Helmut Kerling sein Können am Flügelhorn unter Beweis stellte.

Das Sympathische an dem Konzert war, dass trotz aller Extravaganz der Bezug zur Kirchenmusik und der darin enthaltenen Botschaft nicht verloren ging. Den eindrucksvollsten Beleg hierfür lieferte der Posaunenchor ab, als er nach dem präzise dargebotenen Vorspiel zu „Lobe den Herren“ den Choral zunächst nicht spielte, sondern lautstark sang. Diese kurze Einlage machte klar: Dieser Chor verkündet das Lob Gottes auch auf unkonventionelle, aber in jedem Fall auf eine besonders nachhaltige Art und Weise. Gleiches galt für die mitreißenden Versionen von „Dir gehört mein Lob“ von Michael Schütz und das abschließende „Jesus Christ Superstar“ von Andrew Lloyd Webber.

Übertrumpft werden konnte dies nur noch durch ein Stück, das der Chor bereits bei seiner Norwegen-Tournee 2006 zum Besten gab und das seitdem zu den Publikumsfavoriten zählt: „Highland Cathedral“ sorgte in der Tat für einen krönenden Abschluss eines erinnerungswürdigen Abends.

„Ich bin stolz, einen solchen Posaunenchor leiten zu dürfen“, erklärte Thomas Meyer nach dem begeisterten Schlussapplaus und lobte das große Engagement des Chores im Verlauf der teils kräftezehrenden Probearbeiten. Dass sich dieser Einsatz am Sonntag derart ausgezahlt hatte, war aber sicherlich der größte Lohn für Musiker und Chorleiter.


 
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